Die besten Indexfonds auf den MSCI World
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt zwei Arten von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) auf den Weltaktienindex MSCI World: Die einen legen laufende Erträge wieder an, die anderen schütten sie an die Anleger aus.
- Wiederanlegende ETFs eignen sich für den Vermögensaufbau, ausschüttende sind für diejenigen erste Wahl, die regelmäßig Erträge aus ihrem Vermögen benötigen.
- Die von den Anbietern angegebenen Verwaltungskosten der Fonds haben keinen erkennbaren Einfluss auf deren Wertentwicklung und sind deswegen kein geeignetes Auswahlkriterium.
- Von den wiederanlegenden MSCI-World-ETFs empfehlen wir den von Comstage (LU0392494562), den von Amundi (FR0010756098) und einen von db x-trackers (LU0274208692).
- Von den ausschüttenden Indexfonds schnitten in unserer Untersuchung die von Lyxor (FR0010315770) und UBS (LU0340285161) am besten ab.
Börsengehandelte Indexfonds auf den Weltaktienindex MSCI World sind ein gutes Fundament für ein gemischtes Anlageportfolio. An der Börse in Frankfurt sind mittlerweile elf solcher Exchange Traded Funds (ETFs) gelistet. Sie alle versprechen den Anlegern, die Wertentwicklung des MSCI-World-Index möglichst genau nachzubilden. Doch sind alle Produkte gleich gut?
Wir haben das Angebot zunächst nach einigen Auswahlkriterien gefiltert. Aufgenommen in die Untersuchung haben wir nur Produkte, die mindestens fünf Jahre am Markt sind, um die Wertentwicklung über einen ausreichenden Zeitraum beurteilen zu können. Auch eine deutschsprachige Website mit den gesetzlich vorgeschriebenen Anlegerinformationen war Voraussetzung, ebenso ein verwaltetes Fondskapital von wenigstens 100 Millionen Euro. Denn kleinere Fonds laufen eher Gefahr, wegen der geringeren Rentabilität geschlossen oder mit anderen ETFs zusammengelegt zu werden.
Sieben Fonds, die unsere Auswahlkriterien erfüllten, haben wir auf den Prüfstand gestellt und dabei in zwei Gruppen eingeteilt: in Fonds, die ihre laufenden Erträge aus Dividenden, Zinsen und anderen Finanzgeschäften wieder anlegen (thesaurieren), und in solche, die ihre Einnahmen an die Anleger ausschütten.
Alle Fonds haben sich auf die Fahne geschrieben, den MSCI-World-Netto-Index nachzubilden. Er misst die Wertentwicklung der im Index enthaltenen mehr als 1.600 Aktien inklusive Dividenden nach Abzug der Quellensteuern. Diese Steuern werden direkt im jeweiligen Herkunftsland eines Unternehmens von den Gewinnausschüttungen abgezogen. Im gewichteten Durchschnitt waren das im Februar 2015 rund 25 Prozent pro Jahr. Im MSCI-World-Netto-Index fehlt demnach rund ein Viertel der gezahlten Dividenden.
Wiederanlegende ETFs auf den MSCI World im Vergleich
Alle vier thesaurierenden ETFs, die wir genauer betrachtet haben, liegen sehr nah am Index. Die Wertentwicklung über fünf Jahre ist nahezu identisch (siehe Tabelle). Wer Anfang 2010 einen Betrag von 10.000 Euro in einen dieser ETFs investierte, erzielte im besten Fall einen Gewinn von rund 9.087 Euro und im schlechtesten Fall 9.058 Euro – ein Unterschied von gerade einmal 29 Euro.
Auch bei den Handelskosten an der Frankfurter Börse gab es nur geringe Unterschiede: Nach Daten der Deutschen Börse AG waren die Differenzen zwischen An- und Verkaufskursen (Spread) in der Zeit von Januar 2014 bis Februar 2015 im Durchschnitt niedrig. Der Spread ist ein Teil der Kosten, die ein Anleger beim Handel mit ETF-Anteilen und anderen Wertpapieren bezahlt. Die Höhe hängt vom jeweiligen Produkt ab. Den Daten zufolge hätte der An- und Verkauf des MSCI-World-ETF von Comstage beispielsweise 14,55 Euro gekostet bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro.
| Wertentwicklung | Gesamtgewinn | |||||||||
| Index / ETF | Identifikationsnummer (ISIN) | Index-Nachbildung | Durchschnitt pro Jahr (2010 - 2014) | 2010 - 2014 (Anlage 10.000 €) | An- und Verkaufskosten* in € | |||||
| MSCI World Total Return Net | 14,02 % | 9.273 | ||||||||
| ComStage ETF MSCI World TRN UCITS ETF | LU0392494562 | synthetisch | 13,80 % | 9.087 | 14,55 | |||||
| db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF | LU0274208692 | synthetisch | 13,79 % | 9.079 | 10,43 | |||||
| Amundi ETF MSCI World UCITS ETF | FR0010756098 | synthetisch | 13,78 % | 9.067 | 9,45 | |||||
| iShares Core MSCI World UCITS ETF | IE00B4L5Y983 | physisch | 13,77 % | 9.058 | 13,21 |
*Auf Basis des Xetra Liquiditätsmaß für eine 10.000-Euro-Order. Durchschnitt von Januar 2014 bis Februar 2015. Quellen: MSCI, Deutsche Börse, Deutsche Bundesbank, Anbieter, eigene Berechnungen. (Stand: 13. April 2015)
Deutlich größer waren die Spreads von ETFs, die noch keine fünf Jahre alt sind und die wir deswegen in unserer Untersuchung nicht berücksichtigt haben. Der ETF von HSBC hatte die mit Abstand höchsten An- und Verkaufskosten. Bei einer 10.000-Euro-Anlage betrugen sie im Schnitt 87 Euro – etwa sechsmal so viel wie beim Comstage-ETF.
Beim Handel mit Wertpapieren fallen neben dem Spread noch weitere Kosten an, unabhängig vom jeweiligen Produkt. Dazu zählt etwa das Geld, das eine Bank für die Vermittlung eines Kaufauftrages an die Börse verlangt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Wertpapierhandel.
Ausschüttende ETFs auf den MSCI World im Vergleich
Bei den börsengehandelten Indexfonds auf den MSCI World, die laufende Erträge an die Anleger ausschütten, zeigen sich etwas deutlichere Unterschiede: Während die Fonds von Lyxor und UBS nahezu gleichauf liegen, schneidet der ETF aus dem Hause iShares bei der Wertentwicklung schlechter ab.
Die Wertentwicklung der ausschüttenden Fonds ist grundsätzlich niedriger als die der wiederanlegenden Fonds. Ursache sind die Ausschüttungen, die an die Anleger während des Betrachtungszeitraumes ausgezahlt wurden. Um die ausschüttenden ETFs untereinander vergleichen zu können, haben wir den theoretischen Ertrag bei einer Wiederanlage der laufenden Fondserträge errechnet (siehe folgende Tabelle). Dabei handelt es sich um einen Schätzwert, der nicht direkt mit der Wertentwicklung des Index und der thesaurierenden ETF in der oberen Tabelle vergleichbar ist.
| Index-Nachbildung | Theoretischer Ertrag bei Wiederanlage | Kosten für An- und Verkauf* | ||||||
| Index / ETF | Identifikationsnummer (ISIN) | der Dividenden pro Jahr (Schätzwert) | bei 10.000-€-Orders | |||||
| MSCI World Total Return Net | ||||||||
| Lyxor ETF MSCI World | FR0010315770 | synthetisch | 13,66 % | 8,26 | ||||
| UBS ETF-MSCI World UCITS ETF | LU0340285161 | physisch | 13,61% | 13,8 | ||||
| iShares MSCI World UCITS ETF Inc | IE00B0M62Q58 | physisch | 13,42 % | 9,19 |
*Auf Basis des Xetra-Liquiditätsmaßes. Quellen: MSCI, Deutsche Börse, Anbieter, Deutsche Bundesbank, eigene Berechnungen (Stand: 13. April 2015)
Geeignete ETFs für jeden Anlegertyp
Ob ein ausschüttender oder ein thesaurierender ETF die bessere Wahl ist, hängt von den Zielen eines Anlegers ab. Wer Vermögen aufbauen will, liegt mit einem thesaurierenden Fonds richtig. Wegen der automatischen Wiederanlage der Dividenden profitieren Anleger von einem zusätzlichen Zinseszinseffekt, der bei einem ausschüttenden Fonds fehlt. Außerdem müssen sie sich keine Gedanken machen, wie sie die ausgezahlten Erträge erneut investieren.
Anleger, die dagegen laufende Zahlungen aus ihrem Vermögen benötigen, um davon beispielsweise einen Teil ihres Lebensunterhalts zu bestreiten, sollten einen ausschüttenden Fonds wählen.
Für welche Art der Index-Nachbildung Sie sich entscheiden, ist zunächst eine Frage des Geschmacks. Es gibt synthetische Fonds, die nicht die im Index enthaltenen Aktien besitzen. Sie bilden die Index-Entwicklung über ein finanzielles Tauschgeschäft mit einer Großbank ab. Das ist manchen Anlegern nicht geheuer. Physische Fonds, die zweite Variante, halten zwar die im Index notierten Aktien. Doch sie verleihen einen Teil ihrer Wertpapiere, etwa an Hedgefonds. Die wiederum verkaufen die Aktien weiter und wetten damit auf fallende Kurse. Beide Konstruktionen haben also Vor- und Nachteile. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Indexfonds.
Synthetische MSCI-World-ETFs sind steuerlich günstiger
Grundsätzlich müssen Anleger in Deutschland auf Dividenden und Kapitalgewinne Abgeltungssteuer bezahlen. Allerdings wurden alle ETFs auf den MSCI World im Ausland aufgelegt: entweder in Frankreich, Luxemburg oder Irland. Bei physischen ausländischen thesaurierenden Fonds, die Dividenden erhalten, müssen Investoren diese Einnahmen jährlich selbstständig versteuern. Wird der Fonds verkauft, fällt noch einmal Abgeltungssteuer auf die Dividenden an. Um diese Doppelbesteuerung zu vermeiden, müssen Anleger lückenlos nachweisen, dass sie in den Vorjahren bereits Abgeltungssteuer bezahlt haben.
Bei synthetischen thesaurierenden Fonds, die im Ausland aufgelegt wurden, besteht dieses Problem in der Regel nicht, weswegen wir diese ETFs zum Vermögensaufbau vorziehen. Meistens haben sie keine laufenden Einnahmen aus Dividenden. Dementsprechend fällt auch keine jährliche Abgeltungssteuer an. Das hat zwei Vorteile:
Steuerstundungseffekt - Weil Abgeltungssteuer erst bezahlt werden muss, wenn die Fondsanteile wieder verkauft werden, profitieren Anleger von einem Stundungseffekt.
Weniger Verwaltung - Der Verwaltungsaufwand ist niedriger, weil das Problem der Doppelbesteuerung nicht auftritt.
Wer also nicht unbedingt einen physischen thesaurierenden Fonds kaufen will, der die im Index gelisteten Aktien weitgehend enthält, fährt aus steuerlichen Sicht mit einem synthetischen ETF auf den MSCI World besser.
Bei den ausschüttenden ETFs liegen die Dinge anders. Hier gibt es keine steueroptimierte Konstruktion. Die Abgeltungssteuer auf ausgeschüttete Erträge zieht die Depotbank direkt ab, falls kein Freistellungsauftrag vorliegt oder dieser ausgeschöpft ist.
Verwaltungskosten führen bei der Auswahl in die Irre
Unter dem Strich zeigt die Finanztip-Analyse, dass die von den ETF-Anbietern angegebenen Verwaltungskosten, die auf deren Internetseiten häufig als sogenannte Total Expense Ratio (TER) angegeben werden, kein geeignetes Auswahlkriterium sind. Thesaurierende ETFs auf den MSCI World mit höheren Verwaltungskosten erzielten über fünf Jahre keine schlechteren Renditen als vermeintlich günstigere Fonds. Bei den ausschüttenden Fonds ist auch kein Zusammenhang zwischen Kosten und Rendite zu erkennen. Dieser Befund deckt sich mit einer Untersuchung des ETF-Anbieters Lyxor: Danach sind mögliche Rendite-Differenzen zwischen einzelnen ETFs nur zu etwa 10 Prozent auf die Verwaltungskosten zurückzuführen. Auch der Vermögensverwalter Robeco konnte in einer Studie keinen klaren Zusammenhang zwischen Verwaltungskosten und ETF-Rendite entdecken.
Auch die Art der Index-Nachbildung spielt bei der Wertentwicklung offenbar keine nennenswerte Rolle.
Verwaltungskosten von thesaurierenden ETFs auf den MSCI World
| ETF | Identifikationsnummer (ISIN) | Index-Nachbildung | Verwaltungskosten pro Jahr | Rendite pro Jahr* |
| ComStage ETF MSCI World TRN UCITS ETF | LU0392494562 | synthetisch | 0,4 / seit 2014: 0,2 | 13,80 % |
| db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF | LU0274208692 | synthetisch | 0,45 | 13,79 % |
| Amundi ETF MSCI World UCITS ETF | FR0010756098 | synthetisch | 0,38 | 13,78 % |
| iShares Core MSCI World UCITS ETF | IE00B4L5Y983 | physisch | 0,2 | 13,77 % |
*Durchschnitt 2010-2014. Quelle: Anbieter, Deutsche Bundesbank, eigene Berechnungen (Stand: 13. April 2015).
Verwaltungskosten von ausschüttenden ETFs auf den MSCI World
| ETF | Identifikationsnummer (ISIN) | Index-Nachbildung | Verwaltungskosten pro Jahr | Theoretischer Ertrag (Schätzwert) bei Wiederanlage der Dividende pro Jahr* |
| Lyxor ETF MSCI World | FR0010315770 | synthetisch | 0,45 | 13,66 % |
| UBS ETF-MSCI World UCITS ETF | LU0340285161 | physisch | 0,3 | 13,61 % |
| iShares MSCI World UCITS ETF Inc | IE00B0M62Q58 | physisch | 0,5 | 13,42 % |
*Durchschnitt 2010-2014. Quellen: Anbieter (Stand:13. April 2015)
Rendite der MSCI-World-ETFs könnte höher sein
Alle untersuchten ETFs kommen relativ nah an ihren Vergleichsindex heran. Das sieht nach einer guten Leistung aus. Doch der Schein trügt ein wenig. Denn die Anbieter haben die Messlatte mit dem Netto-Index tief gehängt. Der Brutto-Index, der alle Dividenden vor Abzug der Quellensteuer enthält, erzielte im Durchschnitt eine um rund 0,6 Prozentpunkte höhere Rendite pro Jahr.
Für ETF-Anleger stellt diese Rendite-Lücke letztlich zusätzliche Kosten dar. Würden sie selbständig direkt in die Index-Aktien investieren, bekämen sie nahezu die jährliche Brutto-Rendite abzüglich der deutschen Abgeltungssteuer, wie eine Analyse der Steuerexperten Oliver Rhodius und Johannes Lofing zeigt. Die im Ausland einbehaltene Quellensteuer wird auf der Grundlage von Doppelbesteuerungsabkommen zum Teil mit der hiesigen Abgeltungsteuer verrechnet. Den nicht anrechenbaren Anteil können sich Aktionäre direkt von den Finanzbehörden im Ausland zurückholen. Wie die Rechnung genau aussieht, lesen Sie hier.
Auch Fonds können solche Doppelbesteuerungsabkommen nutzen. Würden sie das machen und keine zusätzlichen versteckten Verwaltungskosten abziehen, müssten sie den Netto-Index übertreffen. 2010, 2013 und 2014 gelang das dem Comstage-ETF. 2010 lag die Rendite des ETF von db x-trackers sogar über der des Brutto-Index. Das zeigt: Die Fondsgesellschaften könnten ihren Anlegern einen höheren Ertrag liefern.
So haben wir untersucht
Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den MSCI World
Folgende Auswahlkriterien mussten die ETFs auf den MSCI World erfüllen, um in die Analyse aufgenommen zu werden:
- Die Fondsanteile müssen an einer deutschen Börse gehandelt werden. Andernfalls steigen die Nebenkosten beim Erwerb an.
- Die gesetzlich vorgeschriebenen Anleger-Informationen müssen auf einer deutschsprachigen Website abrufbar sein. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die aber der Anbieter Source nicht erfüllte.
- Mindestalter fünf Jahre. Ohne eine entsprechende Historie ist eine Untersuchung der Wertentwicklung kaum aussagekräftig.
- Fondsvolumen wenigstens 100 Millionen Euro. Zu kleine Fonds sind langfristig möglicherweise nicht rentabel. Sie laufen Gefahr, zusammengelegt oder geschlossen zu werden.
Von elf an der deutschen Börse gelisteten ETFs auf den MSCI World haben sieben diese Kriterien erfüllt.
Berechnet haben wir die Wertentwicklung der Fonds. Dazu haben wir die von den Fondsgesellschaften ausgewiesenen Netto-Inventarwerte (NAV) herangezogen. Der NAV ist die Summe aller Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile. Er wird auf Basis der Schlusskurse der im Fonds enthaltenen Wertpapiere berechnet. Viele Fonds weisen den NAV in US-Dollar aus. In diesen Fällen haben wir die Werte in Euro umgerechnet. Dazu haben wir die von der Bundesbank veröffentlichten Schlusskurse auf Tagesbasis verwendet.
Bei den ausschüttenden ETFs haben wir mit der Methode des internen Zinsfußes gerechnet. Weil die Dividenden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlicher Höhe an die Anleger flossen, lässt sich die Wertentwicklung der Fondsanteile wegen der verschiedenen Kapitalbindungsdauer nicht direkt miteinander vergleichen. Das Verfahren des internen Zinsfußes löst dieses Problem mathematisch. Der interne Zinsfuß ist ein Schätzwert, bei dem unterstellt wird, dass die Ausschüttungen wieder in den ETF investiert werden. Er ist nur eine theoretische Vergleichsgröße, weil die Dividenden in der Praxis aus diesen ETFs ausgebucht werden.
Handelskosten
Beleuchtet haben wir zudem die Handelsspanne (Spread) zwischen An- und Verkaufspreisen für ETF-Anteile. Je kleiner die Differenz, desto niedriger sind die Erwerbskosten. Als Kennzahl für die Spreads haben wir das Xetra-Liquiditätsmaß herangezogen, das von der Deutschen Börse AG berechnet wird. Es zeigt die Handelsspanne für den An- und Wiederverkauf eines Wertpapieres in Basispunkten an (100 Basispunkte = 1 Prozent). Je häufiger ein Wertpapier gehandelt wird, desto niedriger sind in der Regel der Spread und das Xetra-Liquiditätsmaß.
Die tatsächlichen Kosten für eine Privatanleger-Order dürften aber noch unter denen liegen, die die Deutsche Börse AG gemessen hat. Denn in das Xetra-Liquiditätsmaß fließen auch die oftmals höheren Kosten für Großaufträge von institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds ein.
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